Meine Leistungen

Was biete ich an?

Eine Schwerpunktpraxis für Erwachsene mit ADHS oder (hochfunktionalem/ hochkompensiertem) Autismus (ASS) oder AuDHS (ADHS+ASS): es kann sich hierbei um Diagnostik, die psychiatrisch-medikamentöse oder die psychotherapeutische Behandlung handeln (gegenwärtig allerdings keine Kapazitäten für neue PatientInnen) => siehe "Das strukturelle Konzept"

Für wen?

Erwachsene (nach dem 18.ten Geburtstag): gesetzlich oder privat versichert / Selbstzahler mit bereits diagnostizierter oder auch noch nicht diagnostizierter (also Verdacht auf) ADHS, (hochfunktionalem) Autismus oder AuDHS. 

Wo ist die Praxis?

Am Staden 23 in Saarbrücken. Die Saarbahn-Haltestelle "Hellwigstraße" ist 8 Gehminuten entfernt. In der Nähe der Praxis sind viele Parkplätze, einige davon allerdings kostenpflichtig (Parkticket).

Das strukturelle Konzept: die drei Säulen der Praxis

Diagnostik

Viele Menschen sind überhaupt noch gar nicht professionell diagnostiziert. Wir benötigen für die Diagnostik die Zusammenarbeit mit anderen behandelnden ÄrztInnen (hauptsächlich bzw. in der Regel reicht der Hausarzt, aber manchmal auch andere Fachärzte), PsychologInnen und mehrere Termine. Es wird sicher nicht in einem einzigen Termin zu klären sein, aber über mehrere Termine (die sich über mehrere Quartale verteilen werden) sollte es in den meisten Fällen möglich sein, eine ADHS-oder Autismus-Diagnose ein-oder auszuschließen. Im ersten Termin werden wir uns kennenlernen und ich werde versuchen, einen Überblick über Ihre Lebenssituation, Ihre Beschwerden und Ihre Vorerkrankungen (körperlich, psychiatrisch) zu erhalten. Dann werden wir das weitere Vorgehen besprechen. Es ist sehr hilfreich, wenn Sie Vorberichte von Kliniken, Ärzten oder Psychologen bereits zu dem ersten Termin mitbringen können. Laboruntersuchungen und Befunde vom Radiologen (Kernspintomografie, Computertomografie vom Gehirn) sind ebenfalls hilfreich. Auch die Grundschulzeugnisse können hilfreich sein. All diese Untersuchungen und Unterlagen können Sie aber auch im Verlauf noch nachreichen!

Sprechstunde

Kein Kontingent für PatientInnen zur medikamentösen Behandlung mehr vorhanden!!!


Ich habe einen (halben) Sitz für ärztliche Psychotherapie. Das bedeutet, dass meine hauptsächliche (überwiegende) Tätigkeit Psychotherapie und Diagnostik ist.


Deshalb kann ich grundsätzlich nur eine begrenzte Anzahl von PatientInnen medikamentös behandeln. Diese Kontingent ist gegenwärtig leider erschöpft. 


Wenn es wieder möglich sein wird, PatientInnen zur medikamentösen Behandlung aufzunehmen, muss der Schwerpunkt eindeutig in der medikamentösen (Erst-) Einstellung bei ADHS (und ggfs. der Sekundärerkrankungen von ADHS und ASS) liegen.
Ich kann keine PatientInnen mit anderen psychiatrischen Behandlungswünschen (z.B. Schizophrenie, neurotische Störungen) aufnehmen. 
Wenn die Einstellung auf die Medikation erfolgreich absolviert ist, müssen wir versuchen, Mit/-Weiterbehandler zu finden (ich übernehme und behalte die fachärztliche Verantwortung-wenn gewünscht). Denn sonst werde ich keine Termine mehr für weitere Neu-/Ersteinstellungen frei bekommen. Die Sprechstunden-Termine (Anpassungen, Optimierungen im Verlauf) werden dann nur noch in größeren Abständen möglich sein. Wie das ganze dann in Ihrem Fall läuft und wie die medikamentöse Behandlung sichergestellt werden kann, muss individuell entschieden und besprochen werden. 
In der Sprechstunde können natürlich auch andere Aspekte der medizinischen Behandlung zur Geltung kommen, zum Beispiel Beratung und Unterstützung in neurodivergenz-bezogenen Fragen und Themen oder sozialpsychiatrische Aspekte.   

Gruppen-Psychotherapie 

Das psychotherapeutische Angebot meiner Praxis ist gegenwärtig ausschließlich Gruppen-Psychotherapie. Ich habe mich aus unten genannten Gründen gegen eine Behandlung in Einzel-Psychotherapie entschieden.
 
Basis-Gruppen: 

  • seit Juli 2026 laufen die ADHS-Basis-Gruppen: basierend auf einer psychoedukativen Basis soll eine Grundlage (Wissen und Verstehen) zur Verbesserung des Umgangs mit sich und den Alltags-Schwierigkeiten gelegt werden. Ergänzend werden Achtsamkeitsübungen angeboten.
  • Es gibt Gruppen für AutistInnen mit ADHS und Gruppen für "reine" ADHSlerInnen (ohne Autismus) 
  • Diese Termine finden mit bis zu 9 Teilnehmern in der Praxis für Gruppenpsychotherapie von Herrn Dr.Younes Ababneh (Mainzer Straße) statt. 
  • für autistische Personen habe ich ebenfalls mit Therapiegruppen gestartet. Hier steht das Thema (hochfunktionaler/ hochkompensierender) Autismus im Vordergrund.


Qualität vs. Quantität- warum gibt es keine Einzel-Psychotherapie?

Seit Start meiner Praxis habe ich hunderte bis tausende von Anfragen erhalten. Der Bedarf, die Nachfrage ist extrem! Es tut mir sehr leid, dass ich dieser Menge von Anfragen nicht gerecht werden kann. Aber mein Ziel, mein Konzept ist, weiterhin so viel Diagnostik anzubieten, wie ich kann, ohne den Bedarf des/der Einzelnen zu übergehen. Denn ohne Diagnose kann eine betroffene Person keine Hilfen in Anspruch nehmen oder "störungsspezifische" Therapie machen. Dafür benötige ich aber Zeit für jede einzelne Person. Deshalb habe ich die Einzel-Psychotherapie "geopfert". Denn dadurch würde ich zu viele Ressourcen binden und Zeit "verlieren". Ich möchte also durchaus möglichst vielen Personen die Möglichkeit zur Diagnostik (und ggfs. weiteres) anbieten, die Qualität darf aber darunter nicht leiden.
Deshalb schaffe ich nur ein bestimmtes Kontingent pro Zeit
Und: ich muss Personen mit anderen Fragestellungen (anderen Erkrankungen, Behandlungswünschen etc.) deshalb leider ablehnen. Ich hoffe, dass Sie das nachvollziehen und akzeptieren können. Vielen Dank!

Regeln und Infos

Was für Termine gibt es denn?

Abgesehen von den Erstterminen biete ich drei Arten von Behandlung an:

  • Diagnostik 
  • Gruppen-Psychotherapie
  • psychiatrisch-medikamentöse Therapie und Beratung (Sprechstunde)



Weiteres dazu unter "Meine Leistungen/Konzept". 

Das ist für den "ersten Termin in der Praxis" (Erst-Termin, Kennenlern-Termin) aber egal. Wir müssen uns ja in jedem der drei Fälle kennenlernen und die Behandlungswünsche und -ziele klären.  
 


Randtermine

 Bitte lassen Sie Randtermine für die Leute, die diese Zeiträume unbedingt brauchen, zum Beispiel wegen beruflicher Tätigkeit. 



 Termine absagen

Sie können den Termin absagen: das läuft über die Online-Rezeption von 321Med. Sie können mir dann mitteilen, ob Sie komplett stornieren oder einen Alternativ-Termin haben möchten. 
 


 

Nur "hochfunktionaler" Autismus? - das ist ungerecht! 

    

Es ist verständlich, dass die Begriffe “hochfunktional” und “niederfunktional” als unpassend und sogar beschämend empfunden werden können. Die Suche nach besseren Begriffen ist sicherlich ein wichtiger Schritt, um respektvoller und präziser über Autismus zu sprechen. Eventuell ist die Formulierung "hochkompensierter" oder "hochkompensierender" Autismus besser?

Mit “hochfunktionalem” Autismus beziehe ich mich auf eine moderne Terminologie und meine damit Personen, die die Autismus-Diagnostik-Kriterien erfüllen und eine vollständige Sprachkompetenz entwickelt haben* und einen durchschnittlichen oder überdurchschnittlichen IQ besitzen (zum Verständnis von IQ und der Kritik am "Konzept IQ" werde ich mich später auch noch äußern). Diese Personen werden oft gar nicht oder erst im Erwachsenenalter diagnostiziert, im Gegensatz zu Personen mit “niederfunktionalem” Autismus, bei denen die Diagnose und entsprechende Therapien meist schon im Kindes- oder Jugendalter erfolgen.

Die Fokussierung auf “hochfunktionalen” Autismus ist daher nicht ungerecht, sondern kann tatsächlich fair und hilfreich sein, da sie den Bedarf an Diagnostik und Unterstützung für diese Gruppe betont.
Und ich möchte deutlich formulieren, dass es mir nicht gegen Menschen mit "niederfunktionalem Autismus" geht, sondern dass ich mich eben vorzugsweise um Behandlung der Menschen kümmern möchte, die bisher in ihrem Leben noch gar kein Behandlungsangebot bekommen haben. 


*= egal, ob mit oder ohne frühkindlicher Verzögerung der Sprachentwicklung; im ICD-10 wären dies die Diagnosen "Asperger-Syndrom" und "frühkindlicher  [Kanner-] Autismus"; "Hochfunktionalen Autismus" an sich kennt die ICD-10-Kategorisierung nicht, was dazu führt, dass Autisten mit Sprachentwicklungsstörung/-verzögerung definitorischerweise in die Gruppe der frühkindlichen [Kanner-]Autisten oder der "sonstigen tiefgreifenden Entwicklungsstörungen" eingeteilt werden mussten; in ICD-11 wird es diese Verwirrung nicht mehr geben: es wird "Autismus-Spektrum-Störung ohne Störung der Intelligenzentwicklung, mit leichtgradiger oder keiner Beeinträchtigung der funktionellen Sprache" heißen. Auch etwas sperrig!